CYBER-NEWS

24. September 2010: Avatars United, Catherine Linden, Amsterdam [upd.] 

Anfang des Jahres kaufte Linden Lab die Social Networking Site “Avatars United” - kaum 8 Monate später, am 29.09. 2010, wird die Online-Community wieder geschlossen. Die Basistechniken sollen in Second Life integriert werden, so das Linden Lab-Blog.

Der Weggang prominenter LL-Mitarbeiter dauert an: Catherine Smith (Catherine Linden), Linden Labs langjährige Verantwortliche für Marketing und Communications, verlässt das Unternehmen. Catherine Smith baute u.a. vor einem Jahr das europäische Linden Lab-Büro in Amsterdam auf, das nun ebenfalls geschlossen wird: die europäischen SL-User sollen von den USA aus betreut werden. Wie es heißt, hat auch das Münchener Büro der Werbeagentur Edelman seinen Linden Lab-Auftrag verloren.



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22. September 2010: Bannt LL alle Viewer ohne Lizenz? 

Wir meldeten bereits im August, dass nicht nur die Emerald-Entwickler eine lizenzpflichtige Library ohne Genehmigung benutzten, sondern viele der anderen OpenSource-Viewer-Projekte ebenfalls. Es handelt sich dabei um das KDU-Framework von Kakadu Software, für dessen Einsatz je nach Projekt einige hundert bis tausend Dollar zu zahlen sind. Linden Lab hat die KDU-Library unter dem Namen llkdu kommerziell lizensiert und als Library in ihren Viewern eingebaut, besitzt aber nicht das Recht, sie weiterzugeben. llkdu beschleunigt das Laden der mit JPEG 2000 komprimierten Texturen - spielt also eine wichtige Rolle beim Erleben virtueller Welten.
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Viele OpenSource-Viewer kopieren einfach die Datei aus dem Second Life-Ordner oder packen sie unter anderem Namen ihrem Viewer bei - was natürlich gegen die Lizenzen verstößt. 

Vor diesem Hintergrund knöpft Linden Lab sich nach der Sperrung des Emerald-Viewers nun offenbar andere Drittanbieter vor, die llkdu mitbenutzen:  Linden Labs Director of Open Development Scott Lawrence (Oz Linden) hat die nichtgenehmigte Verwendung der llkdu-Library als Verletzung der GPL-Lizenz bezeichnet, die eine Verbannung des betreffenden Drittentwickler-Viewers zur Folge haben werde. Auch Viewer, die auf Basis des LL-Viewers 2.x entwickelt werden, müssen die üblichen Lizenzgebühren - angeblich 1000 Dollar -  an Kakadu Software zahlen. Laut Lawrence werden künftige Versionen der LL-Viewer die KDU-Library nicht mehr als Einzeldatei installieren, so dass sie nicht mehr kopiert werden kann.

Als Alternative steht OpenJPEG, eine OpenSource-Library mit ähnlichen Funktionen zur Kompression von Texturen zur Verfügung, die aber deutlich langsamer arbeitet als die KDU.



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: Planet Michael 

image Michael Jackson hat wohl immer in seiner eigenen Welt gelebt: aber posthum soll bis Ende 2011 ein Multiplayer-Onlinespiel rund um den verstorbenen Popstar entstehen. “Planet Michael” verwendet die Spiel-Engine CryEngine 2 und ist der erste zusätzliche Planet des Online-Rollenspiels Entropia Universe, das die schwedischen Mindark Studios betreiben [weiterlesen bei golem.de].



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20. September 2010: XStreet 

Die Power Seller unter uns haben es sicher schon bemerkt:
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Der Second Life-Store XStreet schließt am 10. Oktober endgültig seine Pforten, der aufgehübschte, aber mehr oder weniger funktionsidentische Second Life Marketplace übernimmt. Hier ist übrigens der Store von Case, und hier der von Roko.



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15. September 2010: Good News 

Die Nachrichten über meinen Tod sind stark übertrieben.

Case



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10. September 2010: Gogbot 2010 

Vom 9. bis zum 12. September ist es mal wieder soweit. Im niederländischen Enschede (bei Gronau) findet das Gogbot statt. Ein Kunst-, Musik-  und Technologiefestival der besonderen Art, auf dem sich namhafte Künstler gemeinsam mit Newcomern tummeln. 2008 war dem es dem Steampunk gewidmet, 2009 dem Atompunk und in diesem Jahr steht es nun unter dem Motto „The Singularity is near – Resistance is Futile“. Bei größtenteils freiem Eintritt hatte es im letzten Jahr rund 15000 Besucher. In den letzten Jahren gab es auch immer eine Parallelveranstaltung in der virtuellen Welt Second Life. Das wird diesmal nicht anders sein. Am Donnerstag beginnt, zeitgleich mit der realen Veranstaltung in Enschede, das Gogbot 2010 Event in Second Life. Und zwar direkt neben dem Kafe Kruemelkram. PLANETART, Meta.Live.Nu (Organisatoren der letzten SL-Gogbots) und die Brennenden Buchstaben präsentieren gemeinsam den KST (Kueper Singularity Tower). Zu sehen sein werden interaktive 3D-Skulpturen, live-Performances, Machinimas, Bilder und die Gewinner des Gogbot Singularity Kunst & Design Wettbewerbs.

GOGBOT LIVE 3D Online Künstler:
Stelarc, Pyewacket Kazyanenko, Vaneeesa Blaylock, Bas Janssen, Dread Rat, Ninah Puchkina, Jce Emoto, Bryn Oh, Glyph Graves, Artistide Despres, Sabrinaa Nightfire, Mescaline Tamas, Lookatmy Back, La Baroque, Fuschia Nightfire, Firlefanz Roxley, Moewe Winkler, Cae Sands, Meta Lord, Zauselina Rieko, Kueperpunk Korhonen - and others…

Danke: PLANETART, Meta.Live.Nu,  Khannea Suntzu, Ataria sim, Brennende Buchstaben, Caerleon Groups, DFM RTV INT, Freeteam, DDS, Aview.TV, MaMachinima, Gallery Fermate, AMP, De Balie Media, ANAM virtual products

Die Eröffnung ist am Donnerstag um 23 Uhr mit der Bekanntgabe der Gewinner des Gogbot Singularity Kunst & Design Wettbewerbs.
Am Freitag wird ab 22 Uhr der australische Medien- und Performancekünstler Stelarc seine Bots vorführen.
Am Sonntag findet ab 21 Uhr eine Aftershow-Party mit einer weiteren Performance von Stelarc statt. 

http://GOGBOT.LIVE.NU - Second Life Festival info
http://GOGBOT.NL - Enschede Festival info
http://BLOG.GOGBOT.NL - Nachrichten

Kontakt in SL:
Kueperpunk Korhonen (Deutsch/English)
Ze Moo (Nederlandisch/English)

SL-URL: http://slurl.com/secondlife/Ataria/77/222/22

Vielen Dank für den Hinweis an den kueperpunk.



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07. September 2010: Breaking News: Der Emerald-Viewer wird gesperrt 

Wir berichteten bereits.

Nun ist es soweit, am 8.9.2010 wird Linden Lab um 10am PT (19:00 Uhr unserer Zeit) nach eigenen Angaben den Emerald-Viewer blockieren, um die Benutzer von Second Life zu schützen.

Als Alternative wird die Verwendung des offiziellen SL-Viewers oder eines zugelassenen Viewers aus dem Third-Party-Viewer-Directory empfohlen. Begründet wird der Ausschluss des Emerald-Viewers mit der Verletzung der Bestimmungen für Third-Party-Viewer und der Nichteinhaltung der zur Mängelbeseitigung gesetzten Fristen.

Nach inoffiziellen Schätzungen benutzen bis zu 50% der SL-Benutzer den Emerald-Viewer. Wieviele davon noch nichts vom morgigen Termin wissen und dann aus allen Wolken fallen werden, ist unbekannt. Es wird sogar erstmalig öffentlich damit gedroht, dass die Umgehung der Blockade und die weitere Verwendung blockierter Viewer die Sperrung des Accounts zur Folge haben könnte.

Ob dieser Schritt von der Second Life Benutzergemeinde kommentarlos akzeptiert wird oder ob die zunehmend schärfere und weiterhin nicht einschätzbare Gangart von Linden Lab möglicherweise grössere Benutzergruppen abstößt, bleibt abzuwarten. Zumindest lenkt das Thema im Moment wirksam von den sonstigen zur Verbesserung von Second Life gemachten Versprechungen ab.

Die Betrachtung der auf Eis gelegten Projekte und der von Philip Rosedale in seiner Keynote gemachten Zusagen zeigt deutlich, dass Linden Lab auch so noch eine ganze Menge Hausaufgaben zu erledigen hat.

[Update] Der Phoenix-Viewer und der Emergence-Viewer tauchen inzwischen auf der Liste der Third-Party-Viewer auf. Also stehen für die gebeutelten Emerald-Viewer-Benutzer vernünftige Alternativen zur Verfügung. Hauptsache, sie werden auch gefunden ...



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: Virtuelles Aussehen beeinflusst das Verhalten 

Was wir als „alte Hasen“ in virtuellen Welten schon immer ahnten, ist jetzt wissenschaftlich erwiesen:

Das Aussehen des Avatars beeinflusst das Verhalten der Menschen hinter der Figur

Besonders für Firmen, die ihre Meetings, Konferenzen und sogar die Ausbildung ihrer Mitarbeiter in 3-D-Welten verlagern, könnten diese Erkenntnisse wichtig sein, da Mitarbeiter von Unternehmen in der Regel keinen zweiten Gedanken an das Aussehen ihrer Avatare verschwenden.

Amy Baylor, Professorin an der Florida State University hat in ihrem Artikel „Förderung der Motivation mit virtuellen Agenten und Avataren: Die Rolle der visuellen Präsenz und des Auftretens“ verschiedene Studienergebnisse zusammengefasst.

Ob der Avatar alt oder jung, groß oder klein, dunkel oder hell gekleidet ist, beeinflusst signifikant das Verhalten des Menschen hinter der Figur. Nicht nur „In-world“ verhalten sich große Avatare bei gestellten Verhandlungsaufgaben aggressiver und zuversichtlicher als kleine, auch in der realen Welt bei „Face-to-face“-Interaktionen der Versuchspersonen sind diejenigen, die größere Avatare hatten, angriffslustiger als diejenigen mit kleineren Avataren. Das Verhalten im realen Leben hat demnach seinen Ursprung in vorher generierten virtuellen Interaktionen.

Wenn der Avatar der Person ähnelt, beeinflussen die Aktionen in der vituellen Umgebung das Verhalten im realen Leben. Versuchspersonen, deren ihnen ähnliche Avatare in virtuellen Umgebungen Sport trieben, Gewicht reduzierten oder älter wurden, trieben im realen Leben signifikant mehr Sport, ernährten sich merklich anders und nahmen ab oder schlossen deutlich öfter eine Altersvorsorge ab als eine Kontrollgruppe ohne vituelles Pendant.

Diese Forschungsergebnisse können sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Positiv ist zu vermerken, dass virtuelle Umgebungen für ein effektives Lernen genutzt und Verhaltensweisen auch im realen Leben verändert werden können. Die Kostenersparnis für Unternehmen kann in diesen Bereichen enorm sein.
Negativ wäre, dass die Möglichkeit, das Verhalten durch das Erscheinungsbild des Avatars zu beeinflussen von Vorgesetzten oder Verkäufern ausgenutzt wird, um Untergebene oder Kunden in ihrem Sinne zu manipulieren.

Je früher Unternehmen jetzt in 3-D-Welten eintauchen um diese zu erforschen, desto besser werden sie bereit sein, wenn der Großteil von Wirtschaft und Handel in einer virtuellen Umgebung durchgeführt wird.
[via Hypergrid business]



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29. August 2010: Supportkürzungen bei Linden Lab 

Die Mitarbeiterentlassungen bei Linden Lab schlagen nun auch auf den Kundendienst durch:

  • Concierge- und Live Chat-Support werden von ständiger Verfügbarkeit (24/7) auf Mo-Fr von 8-0:00 Uhr und Sa/So von 8-20 Uhr PST gekürzt (nach MESZ Mo-Fr 17-9 Uhr bzw. Sa/So 17-5 Uhr).
  • der fremdsprachige Support wird auf Deutsch, Französisch, Spanisch und Japanisch reduziert
  • Linden Lab will die “Supportkanäle prüfen” und die “Kontakt- und Problemtypen vereinfachen” - vermutlich also reduzieren
  • die User sollen ihre Probleme in verstärktem Maße selbst lösen
  • Linden Lab folgt auch bei diesen Maßnahmen den Prinzipien “Fast, Easy and Fun”, die Philip Rosedale ausgegeben hat.

Nach gängiger Auffassung hat der Service eines Unternehmens entscheidenden Einfluss auf sein Image und die Kundenzufriedenheit: so gesehen, hat Linden Lab nichts mehr zu verlieren…



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26. August 2010: Boobs Physics 

Mit der Aussperrung von Emerald aus SL droht ein Juwel der Programmiertechnik ebenfalls verloren zu gehen: Breast Physics (Brustphysik, vulgo hüpfende Brüste).

Im Oktober 2009 implementierte die Emerald-Entwicklercrew nach langwierigen Studien und Feldversuchen eine Simulation des physikalischen Verhaltens von weiblichen Brüsten, die allerdings nur im Emerald-Viewer in SL sichtbar ist. Kein Wunder, dass damals die Downloads des Viewers den Server fast zum Absturz brachten…

Das Video zeigt die physikalisch korrekte Simulation nur unzulänglich, aber immerhin… wink



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: Teen Secondlife: was nun? 

Die angekündigte Schließung des Teen Grids zum 31.12. hat nicht nur bei unserem Hoster TalentRaspel zu etlichen Anfragen geführt: Bildungseinrichtungen, die viel Zeit und Geld in das Teen Grid investiert haben, sind entsetzt und enttäuscht über das plötzliche Aus für ihre Projekte und suchen händeringend nach zukunftssicheren Möglichkeiten der Weiterarbeit. Stellvertretend ein Ausschnitt aus einem Blogpost von Hanspeter Füllemann, Medienpädagoge und Dozent für Mediendidaktik an der Pädagogische Hochschule Thurgau (CH):

Die erste Hürde für Erwachsene war das Screening, das sie durchmachen mussten, um überhaupt einmal Zutritt zu «Teen Secondlife» zu erhalten. War dies erfolgreich geschehen, war der Bewegungsradius von Erwachsenen auf die eigene Insel beschränkt. Alles musste dort nochmals mühsam gebaut und gestaltet werden, da absolut keine Möglichkeit bestand, bereits erstellte Objekte aus den Erwachsenengrid von Secondllife ins Teengrid zu schaffen. Kurz gesagt: Es waren alles andere als ideale Voraussetzungen für den Einsatz im Rahmen von Bildungsprojekten.
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Wer das alles dennoch tapfer auf sich genommen hat, muss jetzt feststellen, dass «Teen Secondlife» des Todes geweiht ist. Anlässlich der SLCC 2010 verkündete Philip Rosedale (SL: Philip Linden) in seiner Keynote das Ende dieses Grids auf Ende 2010. Für viele Betroffene wird sich nun die Frage stellen, ob oder wie sie ihre Projekte weiterführen sollen. Alle, die ihre Rechte an von ihnen erstellten Objekten in Zukunft uneingeschränkt behalten wollen, werden sich gut überlegen, ob sie ein weiteres Wagnis in Secondlife eingehen wollen.

In OpenSim -  nicht zuletzt bei unserem Hoster TalentRaspel (hint! hint!) - können Bildungseinrichtungen eigene Welten für Jugendliche, Kinder oder andere Zielgruppen einrichten, bei Bedarf mit eigenen Regeln und eigenem Branding, wahlweise völlig abgeschottet hinter einer Firewall oder völlig offen im HyperGrid, mit oder ohne Währung, auf stocksolider Hardware, hochleistungsfähiger Anbindung ans Internet, mit moderner Cloud-Software und mit ausgewiesen fachmännischem Service. Vereinfacht gesagt, kann man sich für die Sim-Mietkosten im SL-Teen Grid (offiziell 195 Dollar/m plus Setup) in OpenSim mehrere Monate Sim-Miete mit besseren Konditionen leisten.

Wetten, dass wir die 97 Bildungsprojekt-Sims aus dem todgeweihten Teen Grid locker im OpenSimulator-Universum unterkriegen?



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24. August 2010: Die toten Projekte von Second Life [upd.] 

Tateru Nino, Journalistin und u.a. Schreiberin für Massively.com und The Metaverse Journal, stellt einige der Projekte vor, die Linden Lab im Laufe der letzten Jahre offiziell gestartet und mehr oder weniger inoffiziell wieder begraben hat:

  • Puppeteering - Avatare mit Skelett: damit sollten Avatar-Animationen inworld und in Echtzeit hergestellt werden können. Das Projekt wurde 2008 eingestellt.
  • Physical Avatars (Avatar 2.0) - sollte das “Puppeteering” unterstützten, wurde dem Entwickler zufolge wegen der “holprigen”  SL-Codebase zusammen mit Puppeteering eingestellt.
  • Script Limits - mit diesem Projekt sollten die Script-Ressourcen besser auf Parcels bzw. Avatare verteilt und damit der Lag reduziert werden. Laut Entwickler “sehr tricky” zu implementieren, würde LL aber erhebliche Vorteile bringen. Daher ist unklar, ob das Projekt wirklich tot ist.
  • Project Firefly - sollte den Second Life-Viewer selbst scriptfähig machen: der genaue Umfang des Vorhabens ist unbekannt. Vielleicht handelte es sich um einfache Änderungen des Interfaces, vielleicht auch um die scriptgesteuerte Automatisierung des Viewers. Linden Lab hat auf Anfrage geäußert, dass Firefly “im frühesten Stadium” steckt, aber keinen Zeitrahmen gegeben.
  • C# Scripting - Linden Lab hat in der Vergangenheit des öfteren zusätzliche Programmiersprachen in SL angekündigt. Das C#-Projekt wurde laut Babbage Linden (Update: Transcript vom 30.06.) im vergangenen Jahr aufgrund der gegenwärtigen Umstrukturierungen offiziell eingestellt.
  • Second Life Enterprise - offiziell eingestellt laut Philip Rosedale, bestätigt durch einen Linden Lab-Sprecher.
  • Mesh-Importe - nach der Entlassung des Entwicklers Karl Stiefvater ist das Schicksal der Meshes in Second Life unklar. Laut Linden Lab wurde das Projekt nicht beendet.
  • Gesichtserkennung per Webcam - wahrscheinlich ein Projekt des Lotus-Gründers und Linden-Board-Vorsitzenden Mitch Kapor, das nach außen als Linden Lab-Projekt dargestellt, offenbar aber nie gestartet wurde.
  • Mobiler Viewer - von Philip Rosedale während der SLCC erwähnt, sind die Details völlig unklar - außer dass der Viewer auf dem iPad laufen soll. Damit kann nur gemeint sein, dass die Inhalte nicht auf dem iPad selbst berechnet, sondern als Ergebnis gestreamt werden.
  • SpeedTree - eine fertige Middleware zur Einbindung von hochwertigen Pflanzen, deren Lizenz Linden Lab gekauft hatte. Das Projekt wurde 2006 offiziell beendet, da es laut Linden Lab “die SL-eigene Vegetationsindustrie über Nacht in den Ruin getrieben” hätte. Tatsächlich waren aber offenbar die Lizenzkosten zu hoch.
  • Zuverlässiges Inventar: die Inventardienste in SL sind oft unzuverlässig - Inventar geht verloren oder wird nicht komplett in den Viewer kopiert. Der Übergang zu einem TCP-basierten Service sollte die Fehler beseitigen und das Laden des Inventars erheblich beschleunigen. Sollte im Januar 2009 veröffentlicht werden - seitdem ist es still darum geworden.
  • HTTP-Texturen - ähnlich wie beim Inventar: das jetzt verwendete Protokoll ist langsam und neigt zu Aussetzern. Seit einigen Jahren wird ein TCP-basierter Service diskutiert, in Second Life aber bisher nicht realisiert, obwohl der neueste Viewer 2.0 eine gut versteckte Funktion dafür haben soll. OpenSimulator geht diesen Weg schon seit längerem, und es scheint, als ob Linden Lab jetzt auch bald nachzieht.

Es gibt sicher noch andere vielversprechende, aber tote Projekte, vor allem nach den Massenentlassungen der letzten Wochen.



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