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Aus der Asche des Emerald-Desasters: Phoenix vom 04. Sep. 2010 aus "Opensim-News"

imageJessica Lyon, eine der Entwicklerinnen des gescheiterten Emerald-Projektes, gibt bekannt, dass aus dem letzten Emerald-Code ein neuer Viewer mit dem passenden Namen “Phoenix” abgezweigt wurde (Downloads für Mac, Linux, Windows, Sourcecode).

Das Team hat umgehend die Aufnahme in Linden Labs Third-Party Viewer Directory beantragt - man kann also davon ausgehen, dass die ominösen nichtlizensierten Libraries im Quellcode von “Phoenix” fehlen - obwohl das bloße Einstellen in das TPVD keinerlei Garantie für unproblematischen Code ist. Der bisherige “Emergence”-Viewer wird dagegen offenbar beendet, da dessen bisheriger Entwickler LordGregGreg Back nun in der Phoenix-Crew zu finden ist.

Das Phoenix-Team verspricht “völlige Transparenz bei allem, was es tut”, und hat bereits einen IRC, ein öffentliches Quellcode-Verzeichnis sowie Support- und Betatester-Gruppen in SL eingerichtet. Hoffen wir, dass die schädlichen und zum Teil illegalen Aktivitäten rund um die Drittentwickler-Viewer nun endlich ein Ende haben…


Kommentare:

Ja super Idee, nur der Phoenix läuft nicht bei mir unter XP, unter Linux muss ich noch testen, aber denke da wird es auch nicht klappen. Ich werde mal abwarten. Aber ist schon sehr intressant, das die so schnell sich für ein neues Projekt aufgerafft haben.

von Bogus Curry am 04. Sep um 6:44 Uhr

unter Mac OSX einwandfrei

von .(JavaScript must be enabled to view this email address) am 04. Sep um 7:54 Uhr

Na super: “Geht bei mir nicht, wird woanders sowieso nicht laufen.” - Das freut den Support, entlastet die Entwickler und hilft vor allem detailliert bei der Stabilisierung einer neuen Version.

Man gebe den Entwicklern ein paar Tage Zeit, evtl. müssen die ja erst einmal wieder Bodenhaftung bekommen und Fahrt aufnehmen! Installationsprobleme liegen auch häufig beim Enduser, also immer erst dreimal prüfen und dann den Support anrufen, bzw. mit etwas detaillierteren Fehlerbeschreibungen arbeiten. Vielleicht warten wir also mit Fehlermeldungen erst mal ein Woche und schauen dann weiter.

Wichtig für den Erfolg des Phoenix-Viewers ist nun, dass in der Emerald-Community der Wechsel klar kommuniziert wird und der Phoenix deutlich als offizieller Nachfolger bekanntgegeben wird.

Bei dem Teamumstellungschaos im Hintergrund ist es ohnehin erstaunlich und beachtenswert, dass in so kurzer Zeit ein neues und sauberes Projekt aus dem Boden gestampft wurde.

Wenn die neue Struktur jetzt auch ihren Versprechungen nachkommt, steht einer Fortführung der bereits geleisteten Entwicklungsarbeiten unter einem neuen und unverbrauchten Label nichts im Wege. Und LL hat hier auch keine aussergewöhlichen Bedingungen mehr zu stellen, sondern sollte tunlichst den Viewer genau so zügig in das TPVD aufnehmen, wie es bisher mit anderen Viewern auch geschehen ist.

Wir werden sehen, ob LL das mitmacht, oder weiter rumzickt.

von Kai Ludwig am 04. Sep um 8:27 Uhr

Moin Zusammen,
ich habe den Phoenix installiert, gestartet und es ging, das Ding ist sau schnell,
aber dann war ich etwas verwirrt, also nix neues grin
Als Emerald bekannt gab sie hören auf, habe ich meine Eme von der Platte gefegt, wozu etwas speichern was tot ist.
Nun kommt das merkwürdige, alle grids die ich im Eme angelegt hatte, waren auch im Phoenix, selbst die Test Grids von Metropolis waren vorhanden.
Die Leute von Eme waren nicht in der Lage, in der Zeitvorgabe von LL, die verschlüsselten Codes zu entfernen. Nun stellen sie über Nacht ein neues Team auf die Beine, entwickeln zwischen Frühstück und Mittagspause einen “neuen” Viewer Beta Version 1.51 und alle haben sich wieder lieb.
Stellt sich mir die Frage, war das ganze das Cyber Sommertheater ?
Wollte man nur auf einfache weise testen wie die User reagieren ?
Oder war es einfach ne billige promotion für den “neuen” Viewer ?

von .(JavaScript must be enabled to view this email address) am 05. Sep um 3:22 Uhr

Weder noch.

“This project, has started off simple, with it’s initial release of a safe clone of the Emerald viewer.”, steht in http://jessicalyons.wordpress.com/2010/09/03/from-the-ashes/. Der verschwörungstheoretische Aspekt des Themas ist also stark überbewertet.

Der Phoenix-Viewer ist offiziell und legal aus dem Source des GPL-lizensierten OpenSource Emerald-Viewers abgezweigt und natürlich kein neuer Viewer. Die Entwickler haben den Phoenix-Viewer bereits für das TPVD angemeldet, also darf man wohl davon ausgehen, dass sie die Basisanforderungen dafür auch umgesetzt haben.

In der ersten veröffentlichten Version sind halt noch einige interne Dinge genau wie beim Vorgänger, dazu gehört wohl das Speicherverfahren der Gridinfomationen, die bei der Deinstallation des Emerald-Viewers nicht automatisch entfernt werden.

Und wer es selber wissen will, nimmt einfach die verfügbaren Sourcecodes der jeweils richtigen Versionen vom SL-Viewer, vom Emerald-Viewer und vom Phoenix-Viewer und vergleicht diese selbst. Ist kein grosses Ding. Nach dem Basisvergleich kann man dank der jeweils verwendeten Versionsverwaltung jeden einzelnen Schritt ohne Probleme nachvollziehen. Sobald sich unveröffentlichte Third-Party-Libraries einschleichen, die nicht von LL erlaubt sind und nicht auf deren Third-Party-Library-Liste stehen, ist Alarm zu schlagen. Alles andere kann man ja in den Quellen nachlesen und nachvollziehen.

von Kai Ludwig am 05. Sep um 8:44 Uhr

Unter Linux (Ubunt) läuft der Phoenix berauschend gut, liegt wohl daran, das kein emerald installiert war *gg

von Bogus Curry am 05. Sep um 16:20 Uhr


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