zurück zu Grid Gazette

Shared Media auch in Diva Distro vom 10. Aug. 2010 aus "Opensim-News"

Wie Crista Lopes (Diva Canto), die Erfinderin des Hypergrid-Protokolls und Entwicklerin der Diva Distro-Releases von OpenSim, gestern bekanntgab, wird Shared Media innerhalb weniger Wochen auch in der Diva-Distribution auftauchen. Der OpenSim-Entwickler Justin Clark-Casey hat - wie gemeldet - das Feature bereits in den Code von OpenSim integriert.

Shared Media wurde von Linden Lab vor einem halben Jahr in SL veröffentlicht: das Feature ermöglicht das Anzeigen von und die Interaktion mit Internetmedien auf Prims. 


Kommentare:

DAs heisst, man muss die 2.0ler Version von dem SLer Viewer benutzen, wenn man dieses Feature nutzen will ? Dann hoffe ich sehr, das die Alternativen bald nachziehen, obwohl ich weiss gar nicht ob der Emerald das überhaupt kann.
Vom Hippo Team Entwickler hört man eh nur sehr wenig.

von Bogus Curry am 10. Aug um 23:14 Uhr

In den meisten Projektszenarien, die Shared Media gezielt einsetzen, stellt die Notwendigkeit des SL-2.0-Viewers vermutlich kein Problem dar.

Da z. B. im Bereich E-Learning oder im Bereich Online Business Collaboration meist Teilnehmergruppen mit gezielt ausgewählter Technik zusammenarbeiten, kann hier in der Vorbereitungsphase bereits der SL-2.0-Viewer platziert werden.

Für den allgemeinen Durchbruch der Shared Media Technologie im OpenSimulator-Bereich ist allerdings tatsächlich eine Rückportierung der im SL-2.0-Viewer intergrierten Funktionalität in die auf dem SL-1.XX-Viewer basierenden freien OpenSource-Viewer nötig. Hier sind die Viewer-Entwickler gefragt. Der Schritt ist auch nicht trivial, da zwischen dem SL-1.XX-Viewer und dem SL-2.0-Viewer durchaus einige Architekturunterschiede entstanden sind.

Grundsätzlich steht der o. a. Entwicklung aber nichts im Wege, denn der SL-2.0-Viewer steht als auf dem SL-1.XX-Viewer basierende Weiterentwicklung selbstverständlich genau so unter der verwendeten OpenSource GPL Lizenz, so daß einer Einsichtnahme in die enthaltenen Algorithmen und deren Übernahme in andere ähnlich lizensierte Projekte nicht im Wege steht.

In diesem Zusammenhang kann man aber auch gleich die Forderung der endgültigen Integration der aus realXtend kommenden und bereits in OpenSimulator als Modul verfügbaren Meshünterstützung für Objekte und Avatare in die Viewer stellen. Der noch recht nah am SL-Viewer stehende realXtend-Viewer kann dies bereits, also steht auch hier eine OpenSource-Quelle für die Portierung zur Verfügung.

Es ist sogar davon auszugehen, daß die weiteren Entwicklungen der freien OpenSource-Viewer auch wieder von LL in den alten (1.XX) und in den neuen (2.0) Viewer übernommen werden. Z. B. sind Meshes oder http-basierter Texturdownload bei LL noch in der Entwicklungs- oder Ankündigungsphase, bei OpenSimulator sind diese Features bereits verfügbar.

Die Erweiterung und Vereinheitlichung der Fähigkeiten der Viewer treibt also die Anforderungen an die zugrundeliegende Serversoftware ebenfalls aktiv weiter und trägt somit indirekt auch zur dringend nötigen Beschleunigung der Entwicklung der SL-Serversoftware bei.

Ob allerdings der in seiner seit mindestens 2003 laufenden Entwicklungsgeschichte möglicherweise etwas monolithisch gewordene Quellcodemoloch der SL-Serversoftware noch mit vertretbarem Aufwand elementare Änderungen verträgt, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung zeigt, daß hier bei großen Softwareprojekten irgendwann die Grenzen des Machbaren erreicht sind. Selbst kleinere Änderung treiben dann die Fehlerqoute in nicht mehr akzeptable Höhen und sind auch nicht mehr wirtschaftlich umzusetzen. Ohne regelmäßiges und grundsätzliches Refactoring lässt sich die Lebensdauer eines Softwareprojekts nicht unbegenzt ausdehnen.

OpenSimulator hat ein solches Refactoring gerade hinter sich und ist aufgrund seiner moderneren Architektur ohnehin modularer und flexibler für die Zukunft aufgestellt.

Man kann also an dieser Stelle nur wieder ein mal die Empfehlung der Umstellung von SL auf die OpenSimulator-Kerntechnlogie an Philip Rosedale und seine LL-Truppe aussprechen. Anstatt am alten Sourcecode weiter herumzubasteln, wären dieselben Entwicklerstunden bei der Fertigstellung des als Framework für virtuelle Welten und als universeller Anwendungsserver für 3D-Internetanwendungen aufgestelltem OpenSimulator-Systems sehr viel effizienter eingesetzt.

von Kai Ludwig am 11. Aug um 9:33 Uhr


Dein Kommentar:
Commenting is not available in this weblog entry.

   
  © 2010 TalentRaspel virtual worlds Ltd. Kontakt  Impressum