Vater der Sculpties gefeuert vom
06. Aug. 2010 aus "Virtuelle Welten" Das jüngste Opfer der Entlassungswelle bei Linden Lab ist der Entwickler Karl Stiefvater (“Qarl Linden”), der für die Einführung von Sculpties und Flexi-Prims verantwortlich war.
Stiefvater arbeitete bis zu seiner Entlassung an Mesh-Importen, mit denen 3D-Modelle aus 3D-Programmen oder Bibliotheken wie Googles 3D-Warehouse in die SL-Welt gebracht werden sollten [wir berichteten]. Karl hat einen für einen SL-Entwickler ungewöhnlich professionellen Background: er war u.a. an der Entstehung der Digitaleffekte für die Filme Matrix 2 und 3 beteiligt.
Was nun mit Meshes in Second Life geschieht, bleibt unklar. OpenSim erlaubt schon seit langem den Import von Meshes - die meisten Viewer verzichten aber aus Gründen der Kompatibilität mit SL auf dieses Feature.
Der Hinauswurf von Karl Stiefvater hat jedenfalls zu heftigen Protesten bei SL-Residents geführt, die ihre Sculpties öffentlich “verbrennen” wollen, und zu einer Petition, die die Wiedereinstellung von Qarl Linden fordert.
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Leider liest sich Karls Analyse seines Rauswurfs in seinem eigenen Blog ein wenig nachtragend.
Sicher mag er persönlich von der vielleicht unfairen, mit Sicherheit aber unüberlegten Mitarbeiterplitik der Lindens enttäuscht sein. Die Veröffentlichung eines Mitschnittes eines Telefonates mit seinem ehemaligen Arbeitgeber dürfte sich beim Review seiner nächsten Bewerbung aber nur schwer einsortieren lassen.
Vielleicht kommt er aber auch auf die Idee und schliesst sich der OpenSimulator-Bewegung an. Da sollte er als Entwickler mit seiner Geschichte ganz gut unterkommen können.
Ich kann den Mann eigentlich sehr gut verstehen, ist halt verärgert. Denke kaum, das er Probleme haben wird einen neuen Job zu finden, der hat bei Matrix 2 und 3 mitgewirkt.
Aber wenn er der Opensim hilft als Entwickler, dann wird er bestimmt mit offenen Armen empfangen werden, da bin ich mir ziemlich sicher.