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22. September 2010: Bannt LL alle Viewer ohne Lizenz? 

Wir meldeten bereits im August, dass nicht nur die Emerald-Entwickler eine lizenzpflichtige Library ohne Genehmigung benutzten, sondern viele der anderen OpenSource-Viewer-Projekte ebenfalls. Es handelt sich dabei um das KDU-Framework von Kakadu Software, für dessen Einsatz je nach Projekt einige hundert bis tausend Dollar zu zahlen sind. Linden Lab hat die KDU-Library unter dem Namen llkdu kommerziell lizensiert und als Library in ihren Viewern eingebaut, besitzt aber nicht das Recht, sie weiterzugeben. llkdu beschleunigt das Laden der mit JPEG 2000 komprimierten Texturen - spielt also eine wichtige Rolle beim Erleben virtueller Welten.
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Viele OpenSource-Viewer kopieren einfach die Datei aus dem Second Life-Ordner oder packen sie unter anderem Namen ihrem Viewer bei - was natürlich gegen die Lizenzen verstößt. 

Vor diesem Hintergrund knöpft Linden Lab sich nach der Sperrung des Emerald-Viewers nun offenbar andere Drittanbieter vor, die llkdu mitbenutzen:  Linden Labs Director of Open Development Scott Lawrence (Oz Linden) hat die nichtgenehmigte Verwendung der llkdu-Library als Verletzung der GPL-Lizenz bezeichnet, die eine Verbannung des betreffenden Drittentwickler-Viewers zur Folge haben werde. Auch Viewer, die auf Basis des LL-Viewers 2.x entwickelt werden, müssen die üblichen Lizenzgebühren - angeblich 1000 Dollar -  an Kakadu Software zahlen. Laut Lawrence werden künftige Versionen der LL-Viewer die KDU-Library nicht mehr als Einzeldatei installieren, so dass sie nicht mehr kopiert werden kann.

Als Alternative steht OpenJPEG, eine OpenSource-Library mit ähnlichen Funktionen zur Kompression von Texturen zur Verfügung, die aber deutlich langsamer arbeitet als die KDU.



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